Digital Signal Processing and System Theory

Talk Oliver Mittag

 
olmi    Digitale Simulation von Gitarrenverstärkern

Date: 24.04.2013, 13:00 h - 14:00 h
Room: Chair library

Oliver Mittag
CAU, Kiel, Germany
 
 

Details

 
 
Heutzutage sind hochwertige Gitarrenverstärker immer noch mit Elektronenröhren aufgebaut, da sich der gewünschte Klang nur schwer mit der modernen Transistortechnik erzielen lässt. Röhrenverstärker haben aber auch ihre prinzipbedingten Nachteile, wie Größe, Gewicht und das Aufwärmen vor der Benutzung, damit sich der gewünschte Klang einstellt. Deshalb gibt es immer mehr digitale Simulationen, seitdem auch die nötigen Signalprozessoren günstig verfügbar sind. Die Probleme bei der digitalen Simulation von Gitarrenverstärken sind:
 
  • Komplizierter innerer Aufbau des Verstärkers,
  • Nichtlineares Ein-/Ausgangsverhalten.

Diese Probleme machen es sehr schwierig und zeitaufwändig aus den tatsächlichen physikalischen Prozessen im Inneren des Verstärkers ein Modell zu entwickeln, mit dem dieser digital simuliert werden könnte. Es ist deshalb zweckmäßig auf ein Black-Box Modell zurückzugreifen. Hierbei ist kaum Vorwissen über das zu identifizierende System von Nöten und die Systemparameter werden mit Hilfe von Eingangs-/Ausgangsmessungen geschätzt.


 
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wurden unter anderem Volterramodelle für verschiedene Verstäkrereinstellungen geschätzt. Obige Abbildung zeigt ein gemessenes Ausgangssignal eines Gitarrenverstärkers bei sinusförmiger Anregung (blau) sowie das durch ein Volterramodell simulierte Ausgangssignal (grün).