Digital Signal Processing and System Theory

Talk Henning Puder


henning_puder
Neueste Generation digitaler Hörgeräte: Audio-Signalverarbeitung in einem spannenden Anwendungsfeld

Date: 17.01.2011, 17:15 h - 18:15 h, Room: Aquarium

Dr.-Ing. Henning Puder
Siemens Audiologische Technik GmbH, Erlangen, Germany


Details



talk_2011_henning_puder_1Schwerhörende leiden meist unter einer ir­re­ver­siblen Schädi­gung des Innen­ohrs. Da­durch weist ihr Gehör einen ein­geschränk­ten Dyna­mik­bereich auf: leise Signale werden nicht oder nur kaum wahr­genommen, Signale von hohem Pegel hin­gegen genauso laut wie von Normal­hörenden. Außer­dem ist bei Schwer­hören­den die Frequenz­maskierung, verglichen mit Normal­hörenden, wesent­lich stärker aus­ge­prägt, so dass Nutz­signale und Ge­räusche schlechter ge­trennt wahr­genommen werden können. Dadurch ist die Sprach­ver­ständ­lich­keit in geräusche­rfüllter Um­gebung meist merk­lich ein­ges­chränkt.

talk_2011_henning_puder_2In diesem Vortrag werden zunächst die be­schrie­benen Pro­­bleme er­läutert und an­schließend auf­ge­zeigt, wie es mit Me­tho­den der digi­talen Audio-­Signal­ver­ar­beitung in Hör­ge­rä­ten mög­lich ist, spür­bare Ver­besserungen für Schwer­hören­de zu er­reichen. Hier wird ins­be­son­dere auf Ver­fahren der Richt­mikrofon­signal­ver­ar­beitung, Geräusch­red­uktion, pegel­ab­hängigen Ver­stärkung und Rück­kopplungs­unter­drückung ein­ge­gan­gen. Außer­dem wer­den An­bin­dungen zu ex­ternen Ge­räten er­läutert, die das Leben von Schwer­hörigen in der In­for­ma­tions­ge­sell­schaft er­leich­tern. Dabei werden auch immer die besonderen Rand­be­dingungen bei Hör­geräten, z.B. ge­rin­ger Mik­ro­fon­ab­stand und Kopf­ab­schattungen, sowie die For­derung nach mini­maler Energie­auf­nahme be­rück­sichtigt.